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  • Andrea Leicher

REZEPTE / b a l a n c e / soulfood letter

Aktualisiert: Sept 25


Die Rezepte dienen als Inspiration.

Mit den Mengenangaben kann man experimentieren. Nichts ist in Stein gemeißelt.

Wenn nicht anders beschrieben, sind die Rezepte für 2 hungrige Menschen gedacht.



Lasst jedes Mal Liebe mit einfließen, wenn ihr etwas zubereitet,

denn Kochen und Backen ist kein rein mechanischer Vorgang,

sondern vielmehr ein Ausdruck von Hingabe und Zuwendung

an die Produkte, die ihr verarbeitet sowie an die Menschen,

für die ihr das Essen zubereitet.

Insbesondere in Zeiten wie diesen brauchen wir eine Ernährung,

die unseren Körper und unsere Sinne gut versorgt.



Die Zutaten gibt es auf Erzeugermärkten, in Bioläden, Drogeriemärkten oder direkt beim Erzeuger. Mit Rücksicht auf unser Klima und unsere Umwelt richten wir unser Augenmerk auf: Lebensmittel in Bioqualität, unverpackte Produkte oder Mehrwegverpackungen.


In den Rezepten wurden native, kaltgepresste Öle in Bioqualität und Produkte aus ökologischer Landwirtschaft verwendet. Folgende Salzsorten kamen zum Einsatz:

Steinsalz, feines Meersalz, Maldon Salt Flakes, Murray River Salt Flakes,

diese sind aber kein Muss. Da Meersalz immer mehr durch Plastikmüll aus dem Meer verunreinigt ist, rate ich nicht nur vom Verzehr, sondern auch von Plastikverpackungen ab.







RED BLUES Rote Bete mit Brombeeren und Zwiebeln

vegetarisch/ glutenfrei / laktosefrei


Dieses Rezept stammt aus dem neuen vegetarischen Kochbuch „Erde, Salz & Glut“ – Gemüseküche im Rhythmus der Jahreszeiten von Susann Probst und Yannic Schon.


Wir haben es zusammen mit knusprigen Blechkartoffeln zubereitet und serviert. Yummy!

Tipp: um die Rote Bete zu schälen entweder mit feinen Gummihandschuhen arbeiten oder danach mit Zitronensaft die Farbe entfernen.



Zutaten

Für 2 Menschen


240 g Rote Bete

80-100 g Brombeeren

1 Esslöffel Rotweinessig

0,5 Teelöffel Honig

3 kleine rote Zwiebeln

Salz, etwas frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer

1 Esslöffel Bratöl



Zubereitung


Die rote Bete schälen und

in feine Scheiben hobeln

(funktioniert perfekt mit einem Hobel von Microplane).


Die Hälfte der Brombeeren in einer Schüssel

mit einer Gabel zerdrücken,

Essig, Honig und ¼ Teelöffel Salz unterrühren.


Die gehobelten Rote-Bete-Scheiben zugeben,

das Dressing mit den Händen einmassieren und


20 Minuten ziehen lassen.


In der Zwischenzeit die Zwiebeln längs halbieren und

die einzelnen Schichten voneinander lösen.


Das Bratöl in einer Pfanne erhitzen und

die Zwiebelsegmente auf den Schnittflächen 2-3 Minuten braten,

bis sie leicht glasig sind.


Anschließend mit den restlichen Brombeeren

zu der roten Bete geben,

mit Salz abschmecken und

das Zwiebelöl aus der Pfanne darüber träufeln.













PURPLE HAZE Zwetschgen Datschi

vegan


Dieser Datschi ist wie ein Geschenk des Altweibersommers an uns.

Alle, die ihn lieber vegetarisch zubereiten wollen, ersetzen das Apfelmus

mit jeweils 1 Ei und die Margarine mit Butter.


Zutaten

Für eine Springform mit einem Durchmesser von 26 cm



Für den Teig


100 g weiche Pflanzenmargarine (zum Beispiel Alsan)

80 g Rohrohrzucker

75 ml Apfelmus

200 g Dinkelmehl (Typ 630)

1 Prise Salz



Für den Belag


75 g weiche Pflanzenmargarine

75 g Rohrohrzucker

75 ml Apfelmus

75 g gemahlene Mandeln

10 g Dinkelmehl

300-400 g Zwetschgen oder Pflaumen



Zubereitung


Backofen auf 180 Grad vorheizen.



Teig


Alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten,

zu einer Kugel formen und

in einem luftdichten Behälter

für 45 Minuten in den Kühlschrank stellen.


In der Zwischenzeit das Obst waschen,

entsteinen und halbieren und

die Füllung zubereiten.



Füllung


Margarine und Zucker verkneten.

Apfelmus, Mehl und Mandeln unterrühren.


Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und

den Rand mit etwas Pflanzenmargarine einfetten.


Den gekühlten Teig etwas ausrollen und

in die Springform drücken,

dabei einen Rand stehen lassen für die Füllung.


Die Mandelcreme gleichmäßig auf dem Teig verteilen,

dann das Obst fächerförmig

auf der Füllung anordnen.


Wer es richtig süß mag,

streut noch etwas Rohrohrzucker

auf die Zwetschgen.


Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze

30-40 Minuten lang backen.











YELLOW MELLOW Safranvanillebirnenkompott

vegan


„Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,

Ein Birnbaum in seinem Garten stand,

Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit…“


- Theodor Fontane -



Zutaten

Für 4 Menschen


6 Birnen

600 ml Wasser

250 g Rohrohrzucker

1 Vanilleschote

1 Limette

0,5 Teelöffel Safranfäden



Zubereitung


Safran mit 1 Teelöffel Zucker in einem Mörser fein zerstoßen.



Den Rest des Zuckers,

das Mark der Vanilleschote,

den Saft der Limette und

das Wasser in einen Topf geben und

zum Kochen bringen. 




Etwas vom heißen Sirup

in einen Mörser (am besten aus Stein) gießen,

um den Safran-Zuckermix komplett zu lösen.


In den Topf geben und unterrühren. 




Birnen schälen, halbieren, vierteln,

das Kerngehäuse entfernen und

in den heißen Sirup geben.


Die Birnen ca. 30 Minuten sanft köcheln lassen,

bis sie weich sind aber noch Biss haben.




Die Birnenspalten in ein großes Weckglas mit Schraubverschluss geben und

mit dem Sirup bedecken.


Bestenfalls eine Nacht ziehen lassen.


Soll das Kompott eingeweckt, also haltbar gemacht werden,

die Gläser und Deckel zuvor mit

kochend heißem Wasser ausspülen/sterilisieren.


Den Sirup nochmals aufkochen,

über die Birnen im Glas geben,

indem sie bis zur oberen Kante aufgefüllt werden.


Das Glas mit dem Deckel fest schließen und

zum Abkühlen auf den Kopf stellen.











MAGIC MUSHROOMS Pfifferlinge in Soße

vegan / glutenfrei / laktosefrei


Für 3 hungrige Menschen

Dieser Pilz trägt viele Namen: In Bayern nennt man ihn Reherl und Eierschwammerl,

in Franken Gelberle, in Sachsen Gelchen, in der Schweiz Eierschwämmli und in Österreich nennt man ihn auch Eierschwammerle. Dazu passen die Semmelknödel ganz hervorragend.



Zutaten


750 g Pfifferlinge

4 Esslöffel Pflanzenmargarine oder Rapsöl

1 Schalotte

125 ml Mandel Cusine

125 ml Sojacreme (zum Beispiel von Soyananda)

Salz, schwarzer Pfeffer

1 Teelöffel Zitronensaft oder Weißweinessig

10 Zweige frischer Thymian

4 Zweige glatte Petersilie



Zubereitung


Die Pfifferlinge mit einem Pinsel putzen.


Falls man sie waschen muss,

darauf achten sie danach gut trocken zu tupfen.


Einige der größeren Exemplare halbieren,

die restlichen Pilze ganz lassen -

eventuell noch unschöne Stellen wegschneiden.


Die fein geschnittene Schalotte

in der Pflanzenmargarine glasig andünsten.


Die Pfifferlinge dazugeben.


20 Minuten anbraten,

dabei ab und zu umrühren.


Nach 15 Minuten die Mandelcusine (Ersatz für süße Sahne) und

die Sojacreme (Ersatz für saure Sahne) angießen.


Zum Schluss mit den Gewürzen und

dem Zitronensaft (oder Essig) abschmecken.


Zum Servieren die frisch gewaschenen Kräuter zupfen und

kurz vor dem Servieren auf die Soße streuen.






HUMPTY DUMPTY Semmelknödel

vegetarisch



„Humpty Dumpty sat on a wall:

Humpty Dumpty had a great fall.

All the King`s horses and all the King`s men…”


Als „Humpty Dumpty“ wird von englischen Muttersprachlern gerne eine kleine und rundliche Person bezeichnet. Hin und wieder ist es jedoch das Synonym für etwas Zerbrechliches, das man überhaupt nicht oder nur schwerlich wieder reparieren kann.



Für 8 Portionen

Eine sehr passende Beilage zur Pfifferlingsoße. Die Knödel kann man gut als Vorrat für ein paar Tage luftdicht im Kühlschrank aufbewahren. Sie schmecken in Scheiben geschnitten und in heißer Butter oder Rapsöl angebraten köstlich.


Ich habe versucht die Knödel vegan zuzubereiten. Dabei bin ich an Grenzen gestoßen. Dieses Gericht will einfach nicht vegan sein. So bietet es sich hier an, Bio-Eier von freilaufenden Hühnern und Bio-Milch von fair bezahlten Bauern zu verwenden.



Zutaten


10 alte Weißmehlbrötchen oder altes Weißbrot in dünne Scheiben geschnitten

0,5 Liter kochende Milch

1 große Zwiebel oder eine Stange Lauch

30 g Butter

3 Esslöffel feingehackte Petersilie

2 -3 Esslöffel Zitrone und etwas Zitronenabrieb

0,5 Teelöffel Salz

3 Eier



Zubereitung


Die kochende Milch über

das kleingeschnittene Weißbrot gießen.


In einer zugedeckten Schüssel

mindestens 1 Stunde ruhen lassen.


Die Zwiebel (oder den Lauch) feinschneiden und

in der Butter glasig andünsten.


Nach Ablauf der Ruhezeit der Weißbrot-Milchmasse

die restlichen Zutaten mit den Händen und

mit einem Gefühl von Leichtigkeit und Hingabe untermengen.


Die Kunst liegt darin,

die Knödelmasse nicht zu fest,

aber auch nicht zu locker werden zu lassen.

Findet auch hier die richtige Balance! ☺


Mit nassen Händen und

einem Löffel unbedingt einen Probeknödel formen.


In einem großen Topf reichlich Wasser

mit etwas Salz aufkochen lassen.


Den Probeknödel einlegen.


Den Knödel solange im kochenden Wasser lassen (mit Deckel auf dem Topf),

bis er an die Oberflache steigt.


Spätestens ab dann die Hitze reduzieren und

den Knödel für weitere 15-20 Minuten im Wasser ziehen lassen.


Wenn sich das Ergebnis sehen lassen kann,

genauso mit den anderen Knödeln verfahren.














Gold-Nuggets Maiskolben

vegan


2-4 Portionen, je nach Hunger


Das perfekte Essen für einen Filmeabend auf dem Sofa.

Passend zum Gericht empfehlen wir die Serie „On THE VERGE“

von und mit Julie Delpy. Bon appétit.



Zutaten


4 erntefrische Zuckermaiskolben in Blättern

Ein wenig Pflanzenmargarine oder Öl

Küchengarn


Zubereitung


Die Kolben ca. 15 min. in kaltem Wasser einweichen.


Danach trockenschütteln,

die Blätter vorsichtig,

ohne sie abzureißen, nach unten ziehen und

die „Haare“ entfernen.


Die Kolben mit Pflanzenmargarine oder Öl bestreichen und

die Blätter wieder um den Maiskolben legen.


Mit Küchengarn verschnüren.


Den Mais im Ofen bei 225 Grad,

Umluft 220 Grad

etwa 20 Minuten auf einem Gitter garen.


Die leicht angebrutzelten Blätter

geben dem Mais einen tollen rauchigen Geschmack!


Erst salzen, wenn der Mais durch ist.



Dazu eine spritzige Zitronen-Butter:


Pflanzenmargarine mit einem bisschen Knoblauch,

Salz, Pfeffer, Chilliflocken und

viel Zitronensaft

mit einer Gabel zerdrücken.


Auf den heißen Maiskolben geben, pusten und knabbern.














Kocht zusammen,

deckt und dekoriert euren Tisch so,

dass ihr gerne daran Platz nehmen möchtet

und
 der Nahrung, die ihr zubereitet habt

mehr Wertschätzung entgegen bringt.


Redet,

esst,

schmeckt,

probiert aus,

seid offen für Veränderungen,

seid neugierig,

diskutiert,

denkt nach und

handelt.



BE HUMBLE













Lektorat: Virgina Fox

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