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  • Andrea Leicher

REZEPTE / l e u c h t e n / soulfood letter


Die Rezepte dienen als Inspiration.


Mit den Mengenangaben kann man experimentieren,

außer bei den Plätzchenrezepten.

Ansonsten ist nichts ist in Stein gemeißelt. Wenn nicht anders beschrieben,

sind die Rezepte für 2 hungrige Menschen gedacht.



Lasst jedes Mal Liebe mit einfließen, wenn ihr etwas zubereitet,

denn Kochen und Backen ist kein rein mechanischer Vorgang,

sondern vielmehr ein Ausdruck von Hingabe und Zuwendung

an die Produkte, die ihr verarbeitet sowie an die Menschen,

für die ihr das Essen zubereitet.

Insbesondere in Zeiten wie diesen brauchen wir eine Ernährung,

die unseren Körper und unsere Sinne gut versorgt.



Die Zutaten gibt es auf Erzeugermärkten, in Bioläden, Drogeriemärkten oder direkt beim Erzeuger. Mit Rücksicht auf unser Klima und unsere Umwelt richten wir unser Augenmerk auf: Lebensmittel in Bioqualität, unverpackte Produkte oder Mehrwegverpackungen.


In den Rezepten wurden native, kaltgepresste Öle in Bioqualität und Produkte aus ökologischer Landwirtschaft verwendet.






GREEN MISOMANIA Rosenkohl mit Miso

vegan/ glutenfrei / laktosefrei


Rosenkohl ist DAS Wintergemüse schlechthin. Doch nicht jeder ist ein Fan davon.

Das liegt manchmal auch an der etwas eintönigen, ewig gleichen Zubereitungsweise.

Viele kennen den knackigen Rosenkohl nur als fades, zerkochtes Gemüse.


Dieses Rezept hingegen bringt Abwechslung auf den Teller und überzeugt vielleicht

auch Menschen, die sonst nicht besonders gerne Rosenkohl essen.

Wir haben den Rosenkohl zusammen mit knusprigen Blechkartoffeln zubereitet und

mit Zatar serviert.


Zutaten

Für 2 Menschen


500 g Rosenkohl

2-3 Esslöffel helle Misopaste (Mugimiso oder Shiromiso) in 250 ml heißem Wasser aufgelöst

1 -2 Esslöffel Rapsöl oder Bratolivenöl

Salz, etwas frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer

2 Esslöffel Zatar

250 ml heißes Wasser

300-400 g festkochende Kartoffeln



Zubereitung

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.


Die äußeren Blätter des Rosenkohls entfernen,

halbieren und die Strünke abschneiden.


Ein Backblech mit 1 Esslöffel Öl einfetten und

den Rosenkohl darauf verteilen.


Salzen und pfeffern.


Die gewaschenen und geviertelten Kartoffeln

um den Rosenkohl herum anordnen und

1 Esslöffel des Öls dazu geben.


Die Hälfte der in Wasser aufgelösten Misopaste

über den Rosenkohl gießen.


Das Backblech auf die mittlere Schiene

des Backofens schieben und

für ca. 15 Minuten bei 200 Grad Umluft backen.


Anschließend die restliche Flüssigkeit angießen und

leicht unter den Rosenkohl mischen.


Weitere 15 Minuten backen.


Mit Zatar servieren.







 








ORIENT EXPRESS Gewürzmischung Zatar

vegan


Zatar, auch Zaatar, Zahtar oder Za’atar genannt, ist eine orientalische

Gewürzmischung, die vor allem in der Küche des Nahen Ostens beliebt ist.

Diese aromatische Mischung eignet sich mit ihrer nussigen, säuerlichen,

zitrusartigen und frischen Note hervorragend zur Verfeinerung von

hiesigem Wintergemüse.


Selbstzubereitetes Zatar, abgefüllt in ein hübsch verziertes Gefäß ist zudem

ein wunderbares Last- minute- Weihnachtsgeschenk und nachhaltig dazu,

da es sich verbraucht und man das Behältnis wiederverwenden kann.



Zutaten

Für ein Marmeladenglas à 250-300 ml

200 g heller Sesam

Je 2 Esslöffel Thymian, Oregano und Sumach

1 Esslöffel Bohnenkraut

1 Teelöffel Salz




Zubereitung


Den Sesam in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten,

bis er zu duften beginnt.


Den leicht abgekühlten Sesam

in einem Mörser grob zerkleinern.


Alle Gewürze und das Salz untermischen und

danach in ein Schraubglas füllen.








 







JEANETTE GALETTE Bretonische Pfannkuchen

vegan/ glutenfrei / laktosefrei


Eigentlich handelt es sich hier um einen Pfannkuchen, aber eine Galette

ist viel feiner und wird mit würzigen Beilagen gegessen.

Die Galette Bretonne ist eine feine Buchweizenmehl-Crêpe, die ihre Heimat

in der Bretagne hat. In unserer Variante verwenden wir eine Mischung aus

Buchweizen- und eiweißreichem Kichererbsenmehl.



Zutaten

Für 4-5 Galettes


Je 100 g Buchweizen- und Kichererbsenmehl

70 ml Mandelmilch

Ca. 300 ml Sprudelwasser

2-3 Esslöffel Chiasamen

0,5 Teelöffel Salz

Neutrales Öl zum Backen (zum Beispiel Rapsöl)



Zubereitung


Die Mehlsorten, die Chiasamen und

das Salz in einer Schüssel mischen.


Langsam die Mandelmilch und

das Sprudelwasser mit einem

Schneebesen einrühren.


Der Teig sollte eine

cremige Konsistenz haben.


Eventuell noch mehr

Sprudelwasser dazugeben,

da die Teigmischung stark quillt.


Der Teig sollte nicht zu fest

aber auch nicht zu flüssig sein.


In einer Pfanne etwas Öl erhitzen

(nicht zu heiß werden lassen, sonst verbrennen die Galettes).


Alle, die eine gusseiserne Crêpe-Platte besitzen,

nehmen natürlich diese, das ist aber nicht unbedingt notwendig.


Mit einer Schöpfkelle etwas Teig

in die heiße Pfanne geben und,

falls zur Hand, mit einem Teigrechen,

dem sogenannten Rozell,

die Masse gleichmäßig in der Pfanne verteilen.


Jede Seite goldbraun anbraten.


Die fertigen Galettes bis zum Verzehr im Backofen warmhalten.

Am besten schmecken sie jedoch frisch aus der Pfanne serviert.


Dazu passt ein Feldsalat mit Walnüssen, Granatapfelkernen und Ziegenkäse.







COMPLEMENTARY PLEASURE

Feldsalat mit Granatapfel- und Walnusskernen

vegetarisch/ glutenfrei / laktosefrei


Dieser vitaminreiche Wintersalat kommt in leuchtenden Komplementärfarben

daher, einer Mischung aus sich verstärkenden Rot- und Grüntönen, die vom

Gelbton der Walnüsse ergänzt werden. Ein echter „Ampel-Salat“ ☺.


Zutaten

Für 2 Menschen


350 g Feldsalat

Kerne eines halben Granatapfels

1 Handvoll Walnusskerne

Optional ein kleines Stück Käse

(wir haben einen Rohmilchkäse aus Schafsmilch, einen Brica Féda verwendet).


Zubereitung

Den Feldsalat gut waschen und die Strünke entfernen,

falls diese sehr groß sein sollten.


Den Granatapfel auf einem Brett

mit leichtem Druck mehrmals hin- und her rollen,

halbieren und die Kerne herauslösen.


Die Walnusskerne in einer Pfanne

ohne Fett goldbraun anrösten.


Alle Zutaten auf einem Teller anrichten und

mit dem Bohemian Rhapsody- Dressing servieren.

vegan / glutenfrei / laktosefrei




 







BOHEMIAN RHAPSODY Salatsoße mit Tahin

vegetarisch/ glutenfrei / laktosefrei


Mein Freund Oliver hält mich für die „Königin der Salatsoßen“.

Ob das wirklich so ist, weiß ich nicht. Ich glaube jedoch,

dass es ein Geheimnis zu lüften gibt:


ein Salatdressing schmeckt umso köstlicher, je cremiger es ist,

also daher bitte nicht mit Öl sparen. Das ist der ganze Trick!


Lasst euch von euren Gefühlen leiten und ergänzt die Soße nach Herzenslust.

Welche Geschmacksnote, welches Aroma entspricht Dir am meisten?


Zutaten

Für 4 Portionen

(die restliche Salatsoße hält sich in einem Schraubglas für. ca. 1 Woche im Kühlschrank)


2 Teelöffel Dijon Senf

1-2 Teelöffel cremiger Honig oder Agavendicksaft (wir haben Lavendelhonig verwendet)

Saft einer ausgepressten Mandarine

Saft einer halben ausgepressten Zitrone

Mehrere Spritzer Tamari- oder Sojasoße

1 Esslöffel Himbeeressig

1 Esslöffel Tahin

4 -5 Esslöffel kaltgepresstes Olivenöl

Salz

Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer


Zubereitung

Alle Zutaten mit einem Schneebesen

zu einer cremigen Soße verrühren.


Falls das Dressing zu dickflüssig geworden sein sollte,

einfach noch etwas Wasser hinzufügen.





 








GOETHE IN LOVE Bethmännchen

vegan/ glutenfrei / laktosefrei / unkompliziert


Wenn es ein traditionelles Frankfurter Weihnachtsplätzchen-Rezept

gibt, dann sind es Bethmännchen, die auch Goethe sehr schätzte.


Der Hauptbestandteil des Rezepts ist feinstes Marzipan,

das man in Frankfurt am Main vom Gewürz- und Teehaus Schnorr bezieht.

Hier hat schon meine Großmutter eingekauft!


Die Zubereitung ist denkbar einfach, der Geschmack hingegen deliziös!

Das Rezept stammt aus der erprobten Backrezeptesammlung des

Gewürz-und Teehauses Schnorr.


Zutaten

Für ca. 30 -40 Bethmännchen


500 g feinste Marzipanrohmasse

200 g weiße, halbierte Mandeln

4 Esslöffel Zucker

4 Esslöffel Rosenwasser (am besten in Bioqualität)

Zubereitung

Den Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen.


Zubereitung

Die Marzipanrohmasse zu kleinen Kügelchen formen.


Je drei halbierte Mandeln andrücken.


Im Backofen ca. 15 Minuten goldbraun backen.


Für die Zuckerglasur das Rosenwasser

mit dem Zucker vermischen und

aufkochen lassen.


Die Flüssigkeit mit einem Backpinsel

auf die noch heißen Bethmännchen streichen.


In Zellglastüten oder Gefrierbeuteln aufbewahren,

was vermutlich aber nicht lange gelingen wird….





 







GREENPEACE Meraner Nüsse

vegan/ glutenfrei / laktosefrei/ unkompliziert


Dieses Rezept stammt ebenfalls aus der fantastischen Rezeptesammlung

des Gewürz-und Teehauses Schnorr.

Wenn man sowieso schon Marzipan eingekauft hat, kann man mit diesem

Rezept auf sehr einfache Weise sehr köstliche und dazu beeindruckend

aussehende Pralinen herstellen, die nicht einmal gebacken werden müssen!


Auch ein schönes Weihnachtsgeschenk auf den letzten Drücker für Leckermäulchen.



Zutaten

Für ca. 30-40 Meraner Nüsse


50 g Pistazien (beste Bioqualität)

250 g Walnüsse, halbiert

500 g Marzipanrohmasse

6 Esslöffel Zucker


Zubereitung

Die Pistazien fein hacken,

mit dem Marzipan verkneten und

zu Kügelchen formen.


Je 2 Walnusshälften andrücken.


Danach im Zucker wälzen.


In Zellglastüten oder Gefrierbeuteln aufbewahren.



 





HAPPY-GO-LUCKIES Haselnusstrüffel

vegan/ glutenfrei / ein bisschen anspruchsvoller


Das Rezept habe in dem Backbuch „ Süss & Gesund“ von Stefanie Reeb gefunden und

mich sofort in diese Köstlichkeit verliebt. Wir haben Schokolade von BONNAT mit einem Kakaogehalt von 60% verwendet. Die aromatischsten Haselnüsse kommen aus dem Piemont- ihr Geschmack ist einfach unvergleichlich.


Zutaten:

Für ca. 30-40 Trüffel


Für die Trüffelmasse:

100 g geröstete und gemahlene Haselnüsse*

40 g ungesüßtes Haselnussmus

100 g Medjool-Datteln

¼ Teelöffel Salz


Für die Glasur:

70 g Bio-Zartbitterschokoladenkuvertüre

80 g geröstete und gemahlene Haselnüsse


*Geröstete und gemahleneHaselnüsse kann man entweder fertig kaufen oder

man röstet die Nüsse in einer Pfanne ohne Fett und mahlt sie anschließend in einer Küchenmaschine oder zerkleinert sie mit einem Pürierstab.



Zubereitung

Am besten gelingt es in einer Küchenmaschine,

aber man kann die Trüffelmasse auch mit den Händen herstellen.


Alle Zutaten für die Trüffelmasse zerkleinern und

zu einer geschmeidigen Masse verarbeiten.


Für die Glasur die Schokoladen-Kuvertüre

im Wasserbad** schmelzen.


Die gemahlenen Haselnüsse

gleichmäßig auf einen Teller streuen.


Die Trüffelkugeln mit Hilfe einer Gabel

zuerst in die Kuvertüre tauchen und

danach durch die gemahlenen Haselnüsse rollen.


Auf einem mit Backpapier

(recycelt- oder einer Backmatte aus Silikon)

ausgelegtem Backblech oder auf einen großen Teller legen und

im Kühlschrank oder auf dem Balkon auskühlen lassen.


Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Wochen genießen (wobei es eher unwahrscheinlich ist, dass die Trüffel solange überleben).


**

Für das Wasserbad füllt man einen Topf zu 1/4 mit Wasser und bringt es zum Kochen. Danach die Temperatur reduzieren. Einen kleineren Topf mit der Kuvertüre hineinstellen und langsam schmelzen.




 





Kocht zusammen,

deckt und dekoriert euren Tisch so,

dass ihr gerne daran Platz nehmen möchtet

und
 der Nahrung, die ihr zubereitet habt

mehr Wertschätzung entgegen bringt.


Redet,

esst,

schmeckt,

probiert aus,

seid offen für Veränderungen,

seid neugierig,

diskutiert,

denkt nach und

handelt.



BE HUMBLE












 

Lektorat: Virgina Fox

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